Wände: Lehm und Kalk für ein wohliges Raumklima.

Foto: Lehmwand

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Was hat der Putz an der Wand mit ökologischem Handwerk zu tun?

In der Regel werden heutzutage Gipsputz oder Zementputz eingesetzt, um Innenwände zu verputzen. Dass diese Materialien das Mittel der Wahl sind, hat die üblichen Gründe: Sie lassen sich sehr einfach und schnell so verarbeiten, dass eine perfekt glatte Wand entsteht. Allerdings haben sie aus ökologischer und gesundheitlicher Sicht zwei Nachteile: Für ihre Herstellung wird viel Energie benötigt, da Gips und Zement in Öfen bei hohen Temperaturen gebrannt werden. Und: Sind diese Baustoffe als Putz an der Wand, können sie nur wenig Wasser aufnehmen - und deshalb kaum zur Regulierung des Raumklimas beitragen. (Ist die Wand mit einer handelsüblichen Dispersionsfarbe gestrichen, beträgt die Fähigkeit der Wand zur Raumklima-Regulierung praktisch Null.)

Diese Nachteile haben Kalk- und Lehmputze nicht. Für ihre Herstellung wird relativ wenig Energie aufgewendet. Und beide Putzarten sind in der Lage, Feuchtigkeit aufzunehmen und sie bei trockener Raumluft wieder abzugeben. Das bedeutet: Weniger Schimmelrisiko, angenehme Raumluft, Gesundheitsförderung durch regulierte Luftfeuchtigkeit. Zu niedrige trocknet die Scheimhäute aus, zu hohe wird als unangenehm und drückend empfunden und fördert das Risiko der Schimmelpilzentstehung, was sich wiederum negativ auf die Gesundheit auswirkt.

Kalk- und Lehmputze sind nicht sehr teuer, allerdings dauert die Verarbeitung etwas länger als die von herkömmlichen Putzen. Doch das lohnt sich.

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Lehmputz...

  • ist der Meister der Feuchtigkeitsregulierung. Er nimmt bis zu vier Mal mehr Wasser auf als Gipsputz. Wird ein 4x5 Meter großer, 2,5 Meter hoher Raum komplett mit Lehm verputzt, kann der Putz (je nach Eigenschaft und Dicke) bis zu 4,5 Liter Wasser aufnehmen. Das ist so viel wie zwei bis vier Personen pro Tag über den Körper an Wasserdampf abgeben.
  • ist ein komplett natürliches Material, das praktisch unbegrenzt auf der Erde verfügbar ist. Bei der Verarbeitung ist er komplett unbedenklich. Auch später in der Wohnumgebung verursacht er keinerlei Schadstoffemission.
  • kann bei Beschädigung befeuchtet und einfach nachmodelliert werden.

Kalkputz...

  • kann wie Lehmputz Wasser aufnehmen und abgeben und so das Raumklima regulieren. Der Effekt ist allerdings nicht so stark wie bei Lehm.
  • ist alkalisch - und deshalb auf natürliche Weise ein Gegner des Schimmelpilzes. So kann Schimmel auf reinen Kalkputzen nur unter Extrembedingungen wachsen. Wird der Kalkputz zusätzlich mit einer Kalkfarbe gestrichen, verstärkt sich dieser Effekt nochmals.
  • härtet stärker aus als Lehmputz und ist somit die richtige Wahl für mechanisch beanspruchte Umgebungen.

Ob Lehm- oder Kalkputz die richtige Wahl ist, hängt von den gewünschten Eigenschaften, aber auch stark von dem Ausgangsbedingungen ab. So hält Kalkputz zum Beispiel auf manchen Untergründen besser als Lehm.

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Unser Angebot

Es ist so ziemlich egal, aus welchem Material Ihre Wand ist, ob neu oder alt, ob roh oder bereits verputzt. Es gibt für fast alle Bedingungen die richtigen Methoden, um eine Wand mit Kalk- oder Lehmputz zu verputzen. Wir führen von eventuellen Abbrucharbeiten bis zum letzten Anstrich alle Arbeiten durch - je nach Ausgangssituation und Anforderung arbeiten wir mit spezialisierten Fachbetrieben zusammen.

Die Optik der Wand sollen und können Sie in jedem Fall selbst entscheiden: Verschiedene Ober- und Feinputze, Verputztechniken sowie Farben und Abtönmöglichkeiten bieten ein sehr breites Variationsspektrum des Oberflächenfinishs.

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